Enbw Intelligenter Stromzähler Kosten

Kosten für Enbw Smart Meter

Die intelligenten Stromzähler von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW zahlen keine monatliche Gebühr oder teuren Strom (EnBW ist vergleichsweise teurer). Welche Vorteile haben die neuen elektronischen Stromzähler? - Wissensstand

Die deutsche Regierung will mit "intelligenten Stromzählern" die Energierevolution vorantreiben. Direkt davon sind Firmen oder private Haushalte mit einem jährlichen Verbrauch von mehr als 6000 kWh Elektrizität direkt tangiert. Das Messverfahren soll für sie ab 2017 bzw. 2020 verbindlich werden. Die Installation und der Betriebskosten gehen zu Lasten der Stromverbraucher. Welche sind Smart Mets? Mit den sogenannten "Smart Metern", die mit dem Netz verbunden sind, wird der Energieverbrauch regelmässig gemessen und die Ergebnisse an den Netzwerkbetreiber gemeldet.

Es handelt sich um eine Fortentwicklung digitaler Stromzähler, die auch heute schon präzise Verbrauchsdaten ausgeben, diese aber nicht weitergeben. Was sollen sie nützen? Stromverbraucher erhalten einen verbesserten Einblick in ihren Energieverbrauch, z.B. in Gestalt von täglichen oder montalen Verbraucherprofilen. Sie können durch die Nutzung der Datentarife und Tageszeitentarife Strom und Kosten einsparen.

Entscheidend ist jedoch der Vorteil für Stromlieferanten und Netzbetreiber. Ziel der Strommarktdigitalisierung ist es, die Transformation des Energiesystems zu unterstützen, indem unter anderem die Netznutzung berechenbarer wird. Weshalb reguliert die Zentralregierung die Einführung per Gesetz? Jedes Jahr gibt es eine neue Version. Zum einen befolgt die Politik eine EU-Richtlinie mit dem Recht, das besagt, dass bis 2020 "80 Prozentpunkte der Endkunden an die intelligenten Mess-Systeme angeschlossen sein müssen".

Allerdings ist diese Bestimmung nur anwendbar, wenn Kosten und Nutzen im Gleichgewicht sind. So konzentrierte sich der Parlamentarier zunächst auf Grossverbraucher und begrenzte die Kosten. Von wem müssen die Messgeräte installiert werden und wie wird das funktionieren? Jeder, der mehr als 10000 kWh Elektrizität pro Jahr nutzt, muss ab 2017 die Stromzähler wechseln.

Bis 2020 werden Konsumenten mit mehr als 6000 kWh nachziehen. Nach einer Berechnung der Energie-Agentur NRW benötigt ein Viererhaushalt durchschnittlich 4500 kWh im Jahr. Würde das Trinkwasser mit Elektrizität erwärmt, würde es 6200 verbrauchen. Dieser Hausstand wäre umzustellen. Ebenso verpflichtend sind Stromproduzenten - wie z. B. Solarkraftwerksbetreiber - mit einer Anschlussleistung von mehr als sieben kW.

Für die Umrüstung der Messgeräte sind die Netzwerkbetreiber verantwortlich, in vielen FÃ?llen die lokalen Kommunalunternehmen. Wie viel kosten die Umstellungen? Installations- und Messkosten Kosten. Der Gesetzgeber legt Grenzwerte fest, die nach dem Konsum abgestuft werden. Diese Kosten sind vom Stromkunden zu tragen. Die Vereinigung der Verbraucherzentralen (vzbv) hält den Anschluß von mehreren tausend Verbrauchern an intelligente Stromzähler für überflüssig.

Denn der Energierücklauf, der keinen Sinn macht, so die Energieexpertin Marion Jungbluth vom Bundesamt für Technologiefolgenabschätzung, die auch mit dem Dt: in einem Gutachten über die modernen Stromnetze schreibt : Eine Straße oder ein Stadtteil wäre mit den zusammengefassten Informationen vollkommen ausreichend". Möglicherweise werden diese Informationen von lokalen Netzwerktransformatoren bereitgestellt. "â??FÃ?r unsere Mandanten hat das Recht auch nachteilige Auswirkungenâ??, sagt der vzbv: Es öffnet Wohnbaugesellschaften und EigennÃ?tzern die HintertÃ?r fÃ?r eine ?vorteilhafte? Umstellung.

Damit auch nicht gegen die daraus resultierenden Kosten", bemängelt der Verein. Netzwerkbetreiber können auch kleine Verbraucher selbst mit "Smart Metern" ausrüsten. Laut einer Untersuchung der Managementberatung Ernst & Young im Auftrage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ist das Einsparpotenzial für Verbraucher durch intelligenten Stromzähler gering: drei EUR pro Jahr für einen Einpersonenhaushalt, 15 EUR für einen Dreipersonenhaushalt und rund 80 EUR für einen Siebenpersonenhaushalt.

Forscher des Institutes für Theoriephysik der Uni Bremen haben den Masseneinsatz intelligenter Messgeräte am Computer nachgestellt. In der US-amerikanischen Physikzeitung "Physical Review" berichten die Mediziner, dass sich ein neuer Bereich des Strommarktes herausbildet, in dem es "chaotisch, wildwüchsig und unruhig" sein könnte. Das Stromnetz könnte extremen Belastungen ausgesetzt sein und selbst einbrechen.

Rund 100.000 Haushalten in Mülheim wurden digitale Stromzähler ohne Internetanschluss zur Verfügung gestellt. RWE plant, ab 2017 im großen Stil mit intelligenten Messsystemen zu arbeiten.

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