Heizung Vernetzen

Wärmevernetzung

Vernetztes Heizen bedeutet für uns, Ihnen das Leben leichter und komfortabler zu machen. Es bringt mehr Heizkörper, Fußbodenheizung oder den Kessel intelligent zu steuern. Bei Temperaturprofilen gibt es zusätzlich eine separate Regelung für Feiertage oder Datumsbereiche, bei denen die Heizung komplett abgeschaltet werden soll.

Wie Wärmenetze im Smart Home

Die großen Produzenten werden auf der ISH Energy demonstrieren, wie ihre Systeme mit anderer Gebäudetechnik kommuniziert und in Zukunft intelligent gesteuert werden können. In den meisten Smarthome-Systemen wurde bisher unter dem Stichwort "Heizungssteuerung" die Fernkontrolle der Temperaturen im Haus oder in Einzelräumen über Applikationen, Zeitschaltuhren und andere intelligente Einrichtungen verstanden.

Nun ist die Technologie in Schwung - auf der ISH 2017, der grössten Fachmesse der Industrie, werden alle grossen Unternehmen ihre Thermalbäder, Heizungspumpen oder Heizkraftwerke in Zukunft mit dem Rest der Haustechnik vernetzen. So soll das Smart Home die Heizung steuern - oder die Heizung regelt neben den Thermalbädern oder Kesseln auch die Temperaturen in den Einzelräumen.

Um zwischen der Zentralheizung und den Einzelräumen zu kommunizieren, setzt der Produzent auf verschiedene Strategie. So rüstet Bosch sein eigenes Smarthome-System mit einem eigenen Energie-Manager aus, der sowohl die Heizung regelt als auch über das Smarthome-System Zugang zu den individuellen Heizkreisen im Haus hat. Demgegenüber gibt es bei uns einen Zentralheizungs-Thermostat, der eine gemeinsame Sicht auf die Einzelräume und die Heizquelle hat.

Schliesslich verlässt sich die Firma auf eine spezielle Heizzentrale, die zum einen die aktuellen und bestehenden Thermalbäder miteinander verbindet und zum anderen eine Anbindung an externe Geräte herstellt. Bald soll es möglich sein, die Heizung z.B. in Zusammenarbeit mit Telekom Smarthome (Qivicon) zu regeln. Der Zweck der Heizungsvernetzung: Wenn das Spa weiss, wie heiß es in den Einzelräumen sein soll und welche Temperaturen bereits erzielt wurden, kann es besser funktionieren und früher ausschalten, als wenn es nur auf Basis der Rückkehrtemperatur geregelt wird.

Bis heute bietet die Verbindung von Einzelraum- und Thermenregelung nur wenige Anlagen, die dann in der Regel nur wenige Heizbäder und Heizkessel ansteuern können. Das prominenteste Beispiel sind wohl die intelligenten Thermostate oder Netzwerk-Schnittstellen von Tado, die je nach Bedarf gewisse Smarthome-Anlagen mit einigen Wärmethermostaten ausstatten. Für die einzelnen Hersteller sind solche isolierten Lösungen von Innogy/RWE Smarthome, der Firma Homematic oder der Firma G. H. Wibutler zu haben.

Wirkliches Powermanagement erfolgt, wenn das Gebäude selbst Elektrizität produziert und auch seine Heizung mit Hilfe einer elektrischen Leistung über eine Elektrowärmepumpe betreib. So kann der oben erwähnte Energy Manager im Smarthome-System von Siemens beispielsweise Buderus oder Junkers so steuern, dass er den Warmwasserspeicher der WP mit dem restlichen Solarstrom aus der PV-Anlage wärmer als nötig erwärmt.

Abends nach Einbruch der Dunkelheit muss die Heizung dann weniger Energie aus dem Stromnetz ziehen. Vaillant Wärmepumpen können beispielsweise über einen externen Energie-Manager von SMA mit Daten aus der Photovoltaik-Anlage versorgt werden, sobald das dazugehörige Netzwerk-Gateway verfügbar ist. Grundsätzlich sollten Heizsysteme nicht nur innerhalb der Herstellerprodukte, sondern auch mit anderen Herstellern, Geräte und Systeme im Hause besser miteinander kommunizierbar sein.

So hat sich der BDH im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen auf die Weiterentwicklung einer eigenen Kommunikationssprache für digitales Heizen geeinigt und diese im Zuge des Standards für die Wärmeversorgung übernommen. Auf der ISH beispielsweise setzen die präsentierten Lösungsansätze von der Firma  Vaillant schon heute auf den Einsatz von AEBUS, die anderen großen Anbieter haben jedenfalls bekannt gegeben, dass sie ihre Heizsysteme und die dazugehörigen Steuergeräte für die durchgängige Kommunikations-Schnittstelle anpassen werden.

Auch Smarthome Hersteller setzen auf diese Schnittstelle: So hat eQ-3 angekündigt, seine Homematic- und Homematic-IP-Systeme für den Einsatz mit elektronischen Bussen vorzubereiten. Nach Angaben des Autoherstellers wird auch der Energie-Manager im Bosch Smarthome Systems für den Einsatz im Rahmen von ETBUS geeignet sein, kurz zuvor war Innogy dem ISH-Normungsausschuss beigetreten. Das ist ein gutes Signal, dass in der Heizungsbranche künftig mehr Anlagen untereinander kommuniziert und damit effektiver wird.

Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Produkte, die die Unternehmen auf der ISH 2017 vorgestellt haben.

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