Hund gegen Einbrecher

Einbrecherhund

Der Hund kann vor Einbrechern schützen. In der dunklen Jahreszeit boomen Einbrecher. Wie kann man Einbrecher am besten abschrecken? Alarmanlage, Sicherheitstechnik, Videokamera, Hund oder wachsame Nachbarn? Sind Sie schon mal eingebrochen worden, trotz eines Hundes?

Die Hündin als Einbruchschutz

Laut Kriminalitätsstatistik kam es im Jahr 2012 landesweit zu gut 144.000 Einbrüchen in Privathaushalten, ein Plus von 8,7% gegenüber dem Vormonat. Im Durchschnitt bedeutet dies, dass in Deutschland alle 3,5 min ein Einbruch erfolgt. Anlass genug, darüber nachzudenken, die eigene vier Wände ausreichend zu sichern. Doch was entmutigt Einbrecher sicher?

Viele Einbrecher sind "Gelegenheitsdiebe". Richtige Wohnraumbeleuchtung und dementsprechend gut abgesicherte potenzielle "Eingänge" für Räuber sind daher grundlegende Maßnahmen, die bereits viele Wohnungseinbrüche vermeiden. Viele Menschen denken an einen Hund, um ihr Eigentum zu sichern. Hat er gute Wachhundeigenschaften, kann er alles Außergewöhnliche verlässlich melden und den Einbrecher abwehren.

Statistiken zeigen, dass ein Hund Warnung Zeichen allein entmutigt etwa 2/3 aller Einbrecher. Der Hund als "lebendiges Alarmsystem"? Bei den meisten Hunden herrscht ein Gespür für ihr Gebiet, man unterscheidet zwischen dem eigenen Gebiet und dem neutralen Gebiet, zwischen bekanntem und fremdem Volk. In der Tat ist ein Hund jedoch ein recht fordernder "Ersatz" für ein elektronisches Alarmsystem, wenn er in erster Linie als Wachmann und nicht als Familienangehöriger fungieren soll.

Der Hund wird im Verlauf seines Lebenszyklus kostspieliger als ein sehr gutes Alarmsystem und verlangt auch einiges: Fürsorge, soziale Kontakte, Wanderungen und Bildung. Und mit etwas Unglück verärgert er die Anwohner, indem er ständig bellt oder gar keine Besucher mehr auf dem Gelände willkommen heißt.

Im privaten Bereich ist es beinahe immer sinnvoll, den Hund in erster Linie als gesellschaftlichen Begleiter in seinem Umfeld zu haben und seinen Lebensalltag mit ihm zu teilen. Der Abschreckungseffekt bei Einbrechern ist ein schöner Zusatz. Inwiefern ist ein Hund gegen Einbruch geschützt? Interessant ist, dass der erschreckendste Effekt auf einen Hund weniger die Furcht vor einem Stich ist als der Krach, den ein Hund macht.

Wenn sie nicht auf ein spezifisches Ziel abzielen, ist die Anwesenheit eines Tieres allein ausreichend, ohne dass der Hund spezielle Wachhundequalitäten mitbringt. Will dagegen ein Einbrecher ein gewisses Häuschen betreten, ist ein Hund nur eingeschränkt nutzbar. Möglicherweise wird der Hund mit Würstchen bestochen oder isst es wenigstens zusammen mit Betäubungsmitteln oder mehr.

Möglicherweise ist der Hund leicht einschüchternd oder vertrauensvoll von den anscheinend freundschaftlichen Intentionen des Unbekannten überzeugt. Wenn ein Einbrecher in ein gewisses Häuschen einbrechen will, wird er in der Regel trotz des Hundes einen Weg zu seinem Plan suchen. Zudem gibt es nur wenige Menschen, die den Hund dauerhaft als reinen Wachhund auf dem Gelände haben.

Die Menschen gehen mit ihren Tieren zu Fuß (oft zur selben Zeit) und selbst im Ferienaufenthalt, der oft von Räubern benutzt wird, ist der Hund kaum allein zu Hause. Sie bleiben den größten Teil des Aufenthaltes in der Ferienwohnung, nehmen wesentliche Nachbarschaftsaufgaben wahr und sind gegen Beschädigungen in der Ferienwohnung mitversichert.

Kann ein Hund Einbrecher beissen? Ein Hund muss in Deutschland prinzipiell so gepflegt werden, dass er niemanden verletzt. Gleiches trifft soweit wie möglich auch auf Personen zu, die das Objekt unberechtigt betraten. Wenn ein Hund einen "Eindringling" auf seinem eigenen Gelände beisst, kann ihm eine Entschädigung für Schmerzen und Leiden gewährt werden und der Hundebesitzer kann mit einer Untersuchung der "Gefährlichkeit" des Tieres bedroht werden (Charaktertest).

Bei Gerichtsverhandlungen kommt es darauf an, wie gut der "Schutz" des Tieres war, ob z.B. auch ein Kleinkind leicht Zutritt zum Gelände hätte erlangt. Das Warnschild sollte auf einen frei laufenden Hund hindeuten und den Zutritt zum Gelände untersagen oder nur auf eigene Verantwortung erlauben. Doch auch das muss vor dem Gerichtshof nicht unbedingt als "ausreichende Sicherheit" betrachtet werden.

Hinweisschilder auf einen zackigen oder gefaehrlichen Hund sind nicht empfehlenswert, da der Besitzer zugeben muss, dass ein grosses Risiko einer Verletzung durch seinen Hund besteht. Das bedeutet, dass er auch eine ganz besondere Fürsorgepflicht bei der Absicherung des Tieres hat. Wenn jemand nicht nur unberechtigt das Anwesen betreten, sondern in die Ferienwohnung einbricht und dort angebissen wird, ist er sehr wahrscheinlich wenigstens mitschuldig, wenn der Hundebesitzer überhaupt strafrechtlich verfolgt wird.

Wenn jemand "nur" ein Objekt ohne Genehmigung betreten hat, kann ein Stich als unverhältnismässig angesehen werden. Wenn der Besitzer (oder der Hund) jedoch von einem Angreifer schwer attackiert wird, kann eine "Verteidigung" (Selbstverteidigung) durch den Hund durchaus anteilig sein. Auf jeden Falle ist es untersagt (und kann sensible Folgen für Hund und Besitzer haben), wenn ein Hund im privaten Bereich "geschärft" oder "gehetzt" wird.

Soweit dies gehen kann, wird aus folgendem Urteilsgrund deutlich: Ein Tierbesitzer, der seinen Hund ungehindert herumlaufen läßt, muß auch für solche Beschädigungen bürgen, die dadurch entstehen, daß sich jemand von diesem Wesen gefährdet fühlen, weglaufen und dadurch einen Beschädigung verursachen. Diese Schädigung ist dem Hund zuzuschreiben, da die Ursachen für das Weglaufen allein vom Hund herrühren.

Freilaufende Wächter sollten, wie oben erwähnt, für unachtsame Besucher nicht gefährden. In Deutschland ist die Kettenführung untersagt, das Anbinden ist nur unter strengen Bedingungen zulässig, wie in der Tierschutzhundeverordnung zu lesen ist. Zum Glück haben die Statistiken gezeigt, dass die bloße Anwesenheit des Tieres (auch im Haus!) ausreichend ist, um Einbrecher abzuhalten. Manche Tiere verhalten sich auf ihrem eigenen Gelände territorial und berichten wenigstens ungewöhnliche Dinge, auch wenn sie zu einer Rasse gehören, die zunächst nicht mit einem "Wachhund" verbunden ist.

Deshalb sollte die Hauptfrage bei der Auswahl eines Hundes sein, was Sie von ihm erwarten, außer der Abschreckungswirkung auf Einbrecher. Was können Sie sich vorstellen, mit ihm zusammenzuleben, was können Sie dem Hund anbieten? Als reiner Wächter, besonders wenn er die meiste Zeit allein im Kennel ist, ist er tatsächlich untauglich.

Geeignet sind diese Hunderassen, wenn man dem Hund neben dem "bewachenden" Hunderennen oder mindestens täglichen langen Spaziergängen mit Aktivität eine enge Familienbindung anbieten kann. Für die (teilweise) Freilandhaltung eignen sich die klassischen Hofhundrassen wie Spitzen-, Bernstein- und Rinderhunde, Leónberger, Deutscher Kiefer oder der Hawaii. Fast jeder Hund wird es bevorzugen, das ganze Anwesen und nicht nur einen kleinen Hundezwinger als Hauptwohnsitz zu haben.

Hier stellt sich auch die Fragestellung, was die Menschen erwarten: z.B. wie "verspielt" sie sich ihren Hund wünschen und ob sie diesen wirklich mögen. Sie sind nicht für die vorherrschende Hundehaltung gedacht, sollten sich aber auf einem so großen Gelände wie möglich ungehindert ausbreiten. Es ist kontrovers, ob es Sinn macht, diese beeindruckenden Tierchen in Deutschland zu halten, aber Einbrecher (und mit etwas Unglück auch Besucher) werden sich vom Anwesen fernhalten.

Bei den Terriern handelte es sich um lange "Allzweckhunde": Gefährten auf der Suche, unerschrockene und laute Wachen, Schädlingskontrolleure auf dem Gelände und Spielkameraden für die Nachkommen. Der Allroundhund wie der Australian Shepherd oder der Rinderhund sollte sowohl Wach- als auch Wachinstinkte mit sich bringen, ein Grenzcollie hingegen ist kaum achtsam.

Mehr zum Thema