Marktentwicklung Smart home

Entwicklung des Marktes Smart Home

Der Begriff "Smart Home" ist in Europa und weltweit unterschiedlich definiert. Hohe Marktdynamik und wachsendes Verbraucherinteresse. GfK-Studie: Smart Home Lösungen immer populärer werden | Markt & Technologie

Nach den neuesten Daten des GfK Handelspanels hat sich der deutsche Smart Home Solutions Market im Jahr 2016 in der Tendenz zum Großmarkt entwickelt. Das Geschäftsfeld vernetzte Consumer Electronics ist mit 4,1 Mio. verkaufter Smart Products eine der umsatzstärksten Warengruppen. Allerdings fiel das Umsatzwachstum in diesem Gebiet unterdurchschnittlich aus.

Damit wird ein moderates Wachstum im Smart Home Market von 10 prozentig erreicht. Die zweitstärksten Smart Home Lösungen wurden 2016 im Segment Communication & Control Devices (1,2 Mio. Geräte) angeboten. Dies sind vor allem Smart Sockets, Gateway und Smart Home Control Boxen. Sie dienen als Sender zwischen Smart Home Sensoren und dem Internet-Router.

Der Umsatz mit vernetzten Produkten für Haushaltgroßgeräte verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 145 Mio. EUR. Ähnliches gilt für den intelligenten Haushaltskleingerätemarkt. Der Umsatz mit vernetzten Produkten in diesem Segment verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 122 Mio. E. Insbesondere die intelligenten Systemlösungen für Sauger und Espresso-Vollautomaten konnten - auch aufgrund der gestiegenen Erreichbarkeit - einen deutlichen Umsatzzuwachs auf 9 bzw. 26 Mio. EUR verzeichnen.

Untersuchung sagt eine Verdoppelung der Verkäufe auf dem Smart Home Markt voraus

Die Vereinigung der Internetökonomie Eco und die Managementberatung Arthur D. Little haben eine groß angelegten Untersuchung herausgegeben, wonach sich der Umsatz im Bereich Smart Home in Deutschland bis 2022 auf 4,3 Mia. erwirtschaften wird. In der auf der IFA publizierten Untersuchung "The German Smart Home Market 2017-2022 Facts and Figures" wird für die nächsten fünf Jahre eine mittlere Jahreswachstumsrate von 26,4 Prozent prognostiziert.

Entsprechend werden die größten Umsatzerlöse in den beiden Segmenten Energiewirtschaft mit 1,3 Mrd. EUR und Licht und Fenstersteuerungen mit 1,2 Mrd. EUR erzielt. Die Untersuchung umfasst sechs Bereiche - darunter die Bereiche Security und Zutrittskontrolle, Entertainment, Health und Assisted Living sowie Hausgeräte. Getragen wird das kräftige Marktwachstum durch die zunehmende Durchdringung des Smart Home Marktes.

Bis 2022 wird sich die Zahl der deutschen Haushalten von derzeit zwei auf rund acht Mio. verdoppeln. "Beim Smart Home sind alle Endgeräte im und um das Heim herum miteinander verbunden und kommunizieren intelligent", sagt Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. "Mit Hilfe von Sprach-Assistenten war es möglich, unterschiedliche Smart Home-Anwendungen zu bedienen und zu beherrschen, was sie zu wesentlichen Komponenten des Smart Home machte.

"Alexandrin oder Google Home verbinden künstliche Informationen und fortschrittliche Spracherkennungssysteme, die in Haushaltsgeräte wie z. B. Waschmaschine, Kühlschrank oder Überwachungssystem eingebaut sind", fährt Summa fort. Während die klassischen deutschen Großbranchen wie die Elektro- und Maschinenbaubranche zwischen 2010 und 2015 nur um 0,5 bis sechs Prozentpunkte pro Jahr gewachsen sind, wird der Smart Home Markt in den nächsten Jahren voraussichtlich um fast 27 Prozentpunkte pro Jahr wachsen.

Allerdings müssen laut Ecologic Firmen Teil eines funktionsfähigen Ecosystems werden, wenn sie das enorme Marktpotential nutzen wollen. Daher sollten die Verantwortungsträger offen sein für die Einbindung und Zusammenarbeit mit Lösungsansätzen aus anderen Industrien und Techniken. Das Erfolgskonzept der Untersuchung sieht einen großen Daten- und Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Endgeräten und eine benutzerfreundliche Smart Home-Lösung vor.

"In internationalem Vergleichsplattformen, die die innovative Kraft von Partnerfirmen und Startups durch Öffnung für die Entwicklung möglicher neuer Applikationen für ein Projekt einsetzen und den Mehrwert teilen", sagt Lars Riegel, Principal Arthur D. Little. Vor diesem Hintergrund bieten sich für den mittelständischen Bereich in Deutschland große Möglichkeiten.

"Einen besonderen Nachholbedarf sehen wir bei intelligenter Elektronik. "Auch wenn viele Firmen in Deutschland hervorragende Hardware-Produkte produzieren, sind die damit verbundenen intelligenten Applikationen oft sehr begrenzt und nur eingeschränkt anwenderfreundlich. "Um dies zu verändern, empfehlen wir Firmen, Daten wie z.B. Quellcodes offenzulegen, um die Innovationsfähigkeit benachbarter Branchen und Wettbewerber zu erhöhen.

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