Notrufnummer Italien: Notfallnummer Italien

In Italien alle wichtigen Notrufnummern (Unfall, Panne, Notfall oder Feuer). Darüber hinaus gelten die Notfallnummern Italiens.

Einführung der einheitlichen europäischen Notrufnummer 112 in Südtirol

Auch in Südtirol wird ab dem 1. Januar 2017 die europaweit einheitlich gültige Notrufnummer 112 (eins, eins, zwei) eingerichtet. 1993 wurde die landesweite Notrufnummer 118 für den Rettungs- und Bergwachtdienst in Südtirol eingerichtet. Die Staatsverwaltung hat seit 1999 damit angefangen, den Feuerwehrnotruf 115 sukzessive in die staatliche Notrufzentrale zu integrier.

So hat Südtirol seit 1999 die beiden Notrufnummern 115 und 118 in eine gemeinsame Anlaufstelle zusammengefasst, lange vor der grundsätzlichen Entscheidung, die einheitliche Notrufnummer in Italien einzuführen. Die Nationale Notrufzentrale, die erste integrale Kontrollzentrale Italiens, hat in diesen knapp 20 Jahren bewiesen, dass sie die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürgern erfüllen kann.

Aber jetzt, mit der Schaffung der Einheitsnotrufnummer 112 in SÃ??dtirol, kann endlich ein weiteres Zeichen fÃ?r mehr GebÃ?rdensicherheit gesetzt werden, grenzÃ?berschreitend, barrierearm und durchsichtig, insbesondere fÃ?r alle, die in Europa unterwegs oder zu Besuch sind. Suedtirol ist die nordöstlichste Region Italiens und mit ca. 7.400 km die flächengroesste, die durch breite Bergregionen, Taeler und entlegene Orte gekennzeichnet ist.

Südtirol ist mit rund 520.000 Einwohnern im internationalen Verhältnis ein kleines Bundesland, aber wenn man auch das starke Tourismusniveau und die Lage an der Nord-Süd-Achse Europas bedenkt, ist die Einwohnerdichte noch immer vergleichsweise hoch. Die Koexistenz von drei Sprachengruppen, die direkte Nähe der Grenze zur Schweiz und zu Österreich, aber auch der grenzüberschreitende Fremdenverkehr haben in Südtirol immer zu einem vielsprachigen Umfeld geführt, das auch bei der Planung und Verwaltung der Rettungsdienste mitberücksichtigt werden musste.

Auch in der Bezirkshauptstadt Südtirol ist die Werkfeuerwehr im Einsatz. Dabei ist die Aktivität der Notfallzentralen von entscheidender Bedeutung. Die Notrufanlage muss auf der Grundlage von fachlich ausgerüsteten und gut funktionierenden Zentren unkompliziert und übersichtlich sein. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es in Südtirol sowie in Italien und dem übrigen Europa eine Vielzahl von Notfallnummern, die von Kreis zu Kreis variierten und aus vier oder fünf Nummern bestanden.

Es war jedoch für bedürftige Menschen fast nicht möglich, sich die korrekte Notfallnummer zu merken. Aus der großen Anzahl von Notfallnummern wurde bald ein europäisches Phänomen, und einige Staaten in den mittel- und nordeuropäischen Ländern legten dreiziffrige Rufnummern für Rettungs-, Feuerwehr- und Polizeinotrufnummern fest. Deshalb beschloss der Europäische Rat 1991, die Einheitsnummer 112 in Europa für alle Benutzer, ob aus dem Mobilfunknetz oder per Mobiltelefon, auch ohne gültigen SIM-Karten- oder PIN-Code, gebührenfrei zu errichten.

So wurden in den Niederlanden, Schweden und Finnland bald für alle Notrufarten gemeinsame Rufnummern eingeführt, an die sich die Menschen richten können, ohne im Voraus wissen zu müssen, welche Stelle für ihre Belange verantwortlich sein würde. Mit einheitlichen Verfahren und Vorschriften hat man Verspätungen vermieden und konnte dabei schnellere Hilfe leisten.

Dies wurde in Italien bisher in den wenigsten Gebieten durchgeführt, so dass heute noch eine Vielzahl von Notfallnummern und Zentren existieren: Der damals schon vor mehr als 25 Jahren durch die damalige Staatsregierung getroffene Mut, die Notfallnummern 118 und 115 nach dem Beispiel der skandinavischen Staaten in einer einheitlichen Kontrollzentrale zusammenzufassen, eine damals nicht unkritische Entwicklung, war der Ausgangspunkt für die staatliche Notrufzentrale, in der medizinische Notfälle, Feuerwehr- und Bergrettungsaktionen usw. für ganz Südtirol noch heute ineinandergreifen.

Seit 1999 alarmiert die Gesamtkontrollstelle alle Katastrophenschutzmittel des Gebietes der Region Südtirol und gewährleistet so der Öffentlichkeit einen raschen Aufbau von Hilfswerken. Jetzt war es jedoch notwendig, einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer europäischen Notrufnummer zu leisten, indem man sich an dem Vorhaben des Bundesministeriums des Innern zur Einrichtung der Notrufnummer 112 beteiligte.

In Italien ist mit der Einrichtung der Einheitsnummer 112 die Einrichtung integrierter PSAPs ersten Ranges (Public Safety Answering Points) vorgesehen, die in einer ersten Stufe die Notfallnummern 118, 115, 113 und letztlich auch die der Karabinieri 112 antworten und nach einiger Zeit auswechseln werden. Bei der Dienstplanung wurden die Besonderheiten des Gebietes der beiden Landesteile Südtirol und Trentino beachtet, so dass eine einzige Notfallzentrale mit zwei Orten, einer in Trentino und einer in Trentino, eingerichtet wurde.

Vollständig technologisch vernetzt, gewährleisten sie ein einheitliches Verfahren, tragen der territorialen Entstehung von Notrufen Rechnung und erlauben so eine verbesserte Bearbeitung von Notrufen, insbesondere im Hinblick auf die Bilingualität in Südtirol. Auch organisatorische Vorzüge haben die technologischen Möglichkeiten, da sie bei übermäßiger Häufigkeit von Telefonaten in einer Region andere Telefonate gleichzeitig annehmen können.

Darüber hinaus ist geplant, dass im Fall eines techn. Ausfalls oder im extremen Fall eines Totalausfalls einer der beiden Fernwirkstellen Personal in der anderen Zentralstelle zur Verfuegung steht. Mit der einheitlichen Notrufleitstelle (ENZ), die sich am Hauptsitz der Zivilschutzagentur befindet, wurde in direkter Nachbarschaft zur Verbundleitstelle, der Ländernotrufzentrale (LNZ), ein einheitliches Notrufzentrum mit den gleichen Sicherheitsvorkehrungen verwirklicht.

Das Gelände und die Arbeitsstationen des Single European Emergency Call 112 wurden nach ergonomischsten Gesichtspunkten eingerichtet. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten der autonomen Regionen Trentino-Südtirol wurde für Italien eine einmalige, technologisch komplexe und betrieblich überflüssige Gesamtlösung gewählt. An den beiden Hauptstandorten Südtirol und Südtirol wurde die gleiche Hard- und Softwarestruktur eingesetzt, so dass es möglich ist, dass jedes der beiden Zentren als Ausfallrate des anderen Zentrums fungieren kann.

Die beiden Zentren fungieren in der Regel als separate technologische Einrichtungen, aber im Fall eines Ausfalls oder einer vorübergehenden Überlastung in Trento kann das Zentrum im Trentschin mit dieser Technologie auch unterstützt oder vollständig ersetzt werden. Die Zentralstellen in Trento und Bolivien sind nach den Vorgaben des Bundesinnenministeriums mit Betaversionen 80 und Telekom-Technologien ausgestattet, die auf den Schalttafeln „Unify HiPath“ und der ebenfalls im übrigen Italien eingesetzten Softwareserie „EMMA112“ basieren.

Diese Situation erlaubt eine künftige Kompatibilität mit den anderen Uniformen der Notrufzentrale 112 in Italien und erlaubt die Abrufbarkeit der Teilnehmerdaten beim so genannten „CED Interforze“ in Rom, dem Gemeinschaftsrechenzentrum der Rettungskräfte, innerhalb des Staatsnetzes „VPN Emergenza“. Darüber hinaus soll in der Folgezeit eine weitere Sicherheitsebene, nämlich die Anbindung an die Hauptverwaltung in Brescia, implementiert werden, so dass im Fall eines Totalausfalls der Hauptverwaltung in Trento und Bolivien eine weitere Sicherungsebene für die Hauptverwaltung in Brescia in der Region Laender…..

Je nach Zyklus und Standort werden die auf 120 Digitaltelefonleitungen eingehenden Gespräche von bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfangen, verarbeitet und an die zuständige Zentrale weitergeleite. Zur Sicherstellung einer lückenlosen Notfallkette, angefangen beim Notfall, der telefonischen Unterstützung bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen, sowie der parallelen Benachrichtigung und Koordination der Notressourcen, wurden geeignete Interfaces eingerichtet, die die Übertragung von relevanten Beweismitteln zwischen dem Notfallmeldesystem 112, der gleichnamigen Notfall-Annahmestelle (PSAP – Öffentliche Sicherheit) und den anderen Zentren, den so genannten „Second level control centres“ (PSAP 2 – Öffentliche Sicherheit Annahmestelle – Stufe 2), oder den „second levels control centres“ (PSAP 2 – Sicherheits-Annahmestelle – Stufe 2), ermöglichen.

bei den Sicherheitskräften des Hoheitsgebiets oder der nationalen Notrufzentrale. In der Informationstechnologie erfolgt dies mit Unterstützung der so genannten „scheda di contatto“, über die es im Hintergund und im Südtiroler Fall automatisch an das seit Jahren in der regionalen Notrufzentrale eingesetzte Notfallsystem „ICAD“ der Firma „Hexagon“ weitergereicht wird. Eine wichtige Komponente im Rahmen der Durchführung von Missionen ist die Aufnahme der Kartographie in die Missionsdatenverarbeitung.

In Südtirol werden neben der Standard-Softwarekartographie ENZ 112 auch die bereits von der regionalen Notrufzentrale verwendete Vektorkartographie, die topographischen Landkarten des Herausgebers „Tabacco“ aus Udine, Rastkarten und Orthofotokarten verwendet. Zusammen mit dem vom Landesrechenzentrum bereitgestellten automatisierten Lokalisierungssystem wird so eine präzise Ortung des Aktionsortes und die Auslösung der am besten geeigneten Rettungskräfte möglich.

Sobald der Standort und die Form des Notrufs festgelegt sind, kann sich die Nationale Notrufleitstelle über die gebräuchlichen Alarmmittel wie Analog- oder Digitalfunk, Funkrufempfänger, Alarmsirenen, Telefone, Faxe, E-Mails und Computerschnittstellen unter Verwendung der von der Single Emergency Call Centre 112 gesendeten Daten an alle Notfalldienste wenden. Die Mitteilung erfolgt im Wesentlichen über das vom Bundesland Südtirol betriebene Radionetz und nicht über konventionelle Kommunikationsnetze.

Nach der vollständigen Inbetriebnahme der einzigen 112-Notrufzentrale im Land Südtirol wird es die Einbindung all dieser Anlagen den Bürgern erlauben, ihre Notrufe bereits während ihrer Anwesenheit zu tätigen, ohne dass sie es merken, die Hilfsorganisationen zu aktivieren, so dass die Hilfsgüter in der kürzestmöglichen Zeit an den gewünschten Einsatzort gelangen.

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