Sicherheitsstufe B

Gefahrenstufe B

Sicherheits- und Widerstandsstufen Wertschutzschränke mit nachgewiesener Sicherheit oder Beständigkeit werden von neutralen und europäisch renommierten Institutionen wie der VdS Schadensverhütung oder der European Security Systems Association (ESSA) e. V. geprüft. Die Zertifizierungen basieren auf umfangreichen Einbruchversuchen mit diversen Mechanik- und Thermo-Einbruchwerkzeugen nach den Euronormen EN 14450 und EN 1143-1 und erhalten nur bei Bestehen eines Tresors ein dem entsprechenden Widerstand entsprechendes Sicherheitsniveau bzw. eine gewisse Wiederstandsfähigkeit.

Dies ist auf einem Testaufkleber angegeben, der im Tresor aufliegt. Das Sicherheitsniveau bzw. die Widerstandsfähigkeit eines Safes ist unter anderem für die Einstufung des Inhalts des Safes von Bedeutung. KB: EVU 1000kommerziell bis 250.000 *, V nach EN 1143-1komplett mit Spezialbeton ausgefüllt EVU 170/270kommerziell bis 250.000 *, KB: EVU 1000kommerziell bis 375.

Die Versicherungssumme ist ein unverbindlicher Richtwert auf Basis der VdS Publikationen VdS 0961, VdS 2333 und VdS 3134 Die Versicherungssumme erhöht sich - in der Regel um das Doppelte - wenn der Tresor an eine Einbruchsmeldeanlage ("EMA") angeschlossen wird. Das VDMA-Merkblatt 24992 wurde vom VDMA am 31.12.2003 zurückgenommen. Es schützt den Tresorinhalt für eine gewisse Zeit - 60, 90 oder 120 min - vor Brand, Brandgasen und Löschwasser.

Der Safe wird für 60, 90 oder 120 min auf 1090°C erwärmt und dann aus einer Tiefe von 9,15 m auf ein Schotterbett fallen gelassen. Bei der Prüfung darf die Innentemperatur im Tresorraum nur um eine gewisse Anzahl von Grad steigen. Näheres zum Braunschweiger Test erfahren Sie HIER: Unterlagen und Wertsachen 30 oder 60 min vor Hitze geschützt (LFS 30 P oder LFS 60 P).

Ein Schaltschrank der Sicherheitsstufe A nach VDMA 24992 (05/95) ist bereits jetzt viel besser geschützt als z.B. ein Wohnzimmer oder ein Garderobenschrank. Die Brandschutzisolierung nach DIN 4102 reduziert bei Sicherheitsstufe B die Wärmeentwicklung im Safe.

Stark>VDMA Sicherheitsstufen nach VDMA 24992 (Stand: Mai 95)

Tresore sind in verschiedene Sicherheitsebenen unterteilt. Denn: Nicht alle Tresore sind gleich! Nur der Aufkleber im Schaltschrank dient zur Dokumentation der Daten. Das Standardblech VDMA 24992 (Ausgabe 05.1995), das zum 31.12.2003 ohne Ersatz zurückgezogen wurde, legt Bedingungen und Forderungen für Stahlblechschränke der Sicherheitsstufe A und B fest.

Stahlblechschränke können als Sicherheitsstufe A oder B nach VDMA 24992 gekennzeichnet werden, wenn die Forderungen des Normblattes VDMA 24992 (Ausgabe May 1995) als Auslegungsvorschrift für diese Erzeugnisse erfüllt sind. Typprüfungen, Zertifizierungen und Qualitäts-Fremdkontrollen, wie bei geprüften Tresoren nach der Euronorm EN 1143-1, werden nicht durchgeführt.

Das Einhalten der Vorschriften muss vom jeweiligen Fahrzeughersteller auf einem Leistungsschild bestätigt werden. Der Sicherheitsstandard EN 1143-1 garantiert einen festgelegten Einbruchsschutz in der spezifizierten Schutzklasse (z.B. EN O/N; EN 1; EN 2; EN 3 etc.). Die Tresore nach dieser Richtlinie sind baumustergeprüft und garantieren so eine konstante Güte, die auch regelmäßigen Kontrollen unterworfen ist.

Ist ein Safe für Einbruch- und Brandschutz zugelassen, werden 2 Ausweise beigefügt. In einem besonderen Prüfverfahren werden die Safes von der offiziellen Materialprüfanstalt für das Baugewerbe (MPA) in Braunschweig auf ihre Brandeignung geprüft. Der identische Schaltschrank wird innerhalb von 30 min. in einem bereits beheizten Feuerraum auf 1090 C aufheizt.

Nachdem die Flammen geparkt wurden, wird innerhalb von 4 min ein Falltest aus einer Tiefe von 9,15 m auf ein Kies- oder Ballastbett durchgeführt. Im Anschluss an den Falltest wird der Schaltschrank für weitere 30 min auf 840 C erwärmt. Die Innentemperatur liegt danach bei max. 150°C, also klar unter 177°C, dem für Papiere entscheidenden Wert.

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