Solarenergie

Sonnenenergie

Die Solarenergie ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung, auch und gerade in Deutschland. Ist die Installation einer Solaranlage für den Privatmann sinnvoll? Die Solarenergie gewinnt derzeit auf dem US-Energiemarkt an Bedeutung.

Solarenergieentwicklung

Das enorme Potential der Solarenergie wurde frühzeitig erkannt. Bereits im Altertum wiesen die ersten Anzeichen einer passiven Sonnenenergienutzung in ihrer Gebäudearchitektur auf. Zum Beispiel haben sie die Tür so ausgerichtet, dass sie nach Möglichkeit nicht nach SÃ??den zeigte, um die heiÃ?e Mittagssonne von sich zu behalten. Dabei wurden die Schaufenster und Türe so weit wie möglich ausgerichtet, um die Wärmestrahlen der Mittagssonne optimal ausnutzen zu können.

Erst in der Moderne war es jedoch möglich, die Sonneneinstrahlung mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln und Geräten, der sogenannten Solartechnologie, speziell zur Wärme- und Stromerzeugung zu nützen. Bereits 1839 legten der Franzose Henry Becquerel den Grundstock für die heute genutzte Solarenergie zur Stromerzeugung: Er entdeckte damals den photoelektrischen Effekt - er entdeckte, dass zwischen zwei zuvor im Säuerbad befindlichen Stromelektroden ein Strom fliesst, sobald eine der beiden Stromelektroden dem Lichteinfall aussetzte.

Knapp 50 Jahre später, 1887, musste der deutsche Naturphysiker Heinrich Hertz herausfinden, dass der Funken zwischen zwei Elektronen eines Funkeninduktivators einfacher springt, wenn eine der beiden Elektronen mit UV-Licht erhellt wird. Ein Student setzte seine Forschung fort und kam zu dem Schluss, dass mit UV-Licht ausgestrahlte Zinkbleche sogar einen Schwachstrom generieren könnten.

Die von Charles Fritts Ende des neunzehnten Jahrhundert konstruierte Vakuum-Fotozelle, die damals noch aus dampfbeschichteten Selenschichten besteht, wurde erst viel später, in den fünfziger Jahren, von der US Bell Gruppe zu einer Silizium-Solarzelle entwickelt. Ein weiteres Überbleibsel aus vergangenen Tagen ist das Grundprinzip, nach dem die Solarwärme auch heute noch genutzt wird.

Bereits in der Frühzeit waren Verbrennungsspiegel und Konkavspiegel bekannt, die Solarenergie in eine für den Menschen spezifisch nutzbaren Wärmemenge umwandelten. Die Vorreiterin der heutigen Solarkollektoren für die Warmwasseraufbereitung und Raumtemperaturregelung geht jedoch auf das achtzehnte Jahrhundet. Es dauerte bis zur Hälfte des folgenden Jahrtausends, bis Auguste Mouchot diese einfache Entwicklung wieder aufgriff und weiter ausarbeitete.

Er verband das Bauwerk mit einem brennenden Spiegel und zeigte seine Solardampfmaschine auf der Pariser Weltausstellung 1878. Allerdings wurde sein Angebot, diese Solardampfmaschine zur Umwandlung von Solarenergie in Elektroenergie zu nutzen, wenig beachtet. Seither sind Solarthermie und Heizfunktion für umweltbewusstes Bauen selbstverständlich. Aber nicht nur das wachsende Umweltverständnis und das Wissen über die Begrenzungen der fossilen Brennstoffe, sondern auch die Gesetze haben wesentlich zum Aufbau der Solarenergie beigetragen.

Die Bundesregierung hat mit der Verabschiedung des Stromeinspeisegesetzes 1991 eine Mindestabgabe für die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energiequellen beschlossen. Die Produktion war daher nicht kostendämpfend, jedenfalls nicht für Solarmodul. Nachdem das geltende Recht im Jahr 2000 durch das EEG im Rahmen des 100.000-Dächer-Programms abgelöst wurde, lag die Unterstützung nun verstärkt bei kleinen Solarsystemen, die für den weiteren Aufbau der Solarenergie von entscheidender Bedeutung waren.

Bei der zweiten Novelle des EEG, die 2009 in Kraft getreten ist, wurde nicht nur die Stromproduktion aus regenerativen Energien, sondern auch die Nutzung erneuerbarer Energien in der Wärme- und Kälteerzeugung erstmalig berücksichtigt. Die Solarenergie wurde damit für die privaten Haushalte immer erschwinglicher und förderte auch die Industrie zu einer ständigen Fortentwicklung und Serienproduktion der Einzeltechnologien.

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