Strompreis Nachtstrom

Elektrizitätspreis Nachtstrom

Weil kein Verbraucher nur tagsüber oder nur nachts Strom kauft, kaufen die Nutzer von Nachtstrom immer Strom zu unterschiedlichen Tarifen. Wie hoch sind die Nachtstromtarife für Netzentgelte überhaupt? Warum ist unser stündlicher dynamischer Tarif der ideale Nachtstromtarif?

Dynamische Nachtströmung mit HOURLY und HOURLY-CAP

Erstens gibt es bei unseren Referenztarifen für Verbraucher ohne Smart Meter im Monat und Jahr keinen Unterscheid zwischen Tag und Nacht. Für sie gibt es keinen Preis. Die Tagesströmung sollte billiger sein als die Nachtströmung, wenn es in der Dunkelheit nicht viel windeliger ist als am Tag (und im Schnitt nicht), oder?

Das folgende Diagramm stellt ein Beispiel vom 20. September 2017 dar (unterhalb der Kurse, oberhalb der Wind-/Solareinspeisung, die linke und rechte ist die Nachtseite, die mittlere der Tag). Man darf den dritten Aspekt nicht außer Acht lassen, der den Strompreis, d. h. die Stromnachfrage, erheblich mitbestimmt. Dieser ist tagsüber noch viel kräftiger als nächtlich.

Teilt man nun die Stündlichen Stundensätze einmal pro Tag und Tag auf ein Jahr auf und berechnet dann Mittelwerte, so ergibt sich folgendes: Zwischenergebnis: Ja, Stündlich ist (auch) ein Nachtansatz! So können Sie hier sehen, dass HOURLY bis zu einem gewissen Grad ein Übernachtungspreis ist. Das Diagramm stellt die reiner Mittelwert über die Nachtdauer ("grüne Linie") sowie die Tagestunden ("violette Linie") dar.

Durchschnittlich kann eine Differenz von 1 ct/kWh beobachtet werden. Die Differenz wird im Moment der Verfügbarkeit von mehr Solarenergie im Haus verringert, im Herbst noch größer (fast 2 ct/kWh ohne Mehrwertsteuer im Oktober 2017). Dies wäre bei einem jährlichen Verbrauch von 6000 Kilowattstunden eine Gesamteinsparung von rund 61? gegenüber dem stündlichen Tagesstrom oder rund 48? gegenüber dem JAHR.

Wenn Sie also über Haushaltsgeräte verfügen, deren Stromverbrauch mit Hilfe einfacher Mittel (wie z.B. einem Timer oder einem zeitgesteuerten Programm in der Steuerung einer Wärmepumpe) in die Dunkelheit verlagert werden kann, oder über Haushaltsgeräte, die (wie einige Elektrokessel) aufgrund von Signalisierung des Netzbetreibers nur in der Dunkelheit betrieben werden, kann HOURLY bereits eine Menge einsparen. Obwohl HOURLY natürlich noch mehr Optimierungspotential hat, wenn auf die exakte Preisstruktur tagtäglich zugegriffen werden kann (siehe auch unsere Leistungen).

Also, wie wäre es mit HOURLY-CAP? Stunden-CAP gleicht den Stundenverbrauch mit dem Konsum des Standardhaushaltsprofils ab. Damit wird deutlich, wie viel besser Sie die niedrigen Stundensätze nutzen können, als es ein normaler Haushalt tun würde. Diese Differenz wird dann als SYNC-Bonus vom CAP (=Jahrespreis) abgesetzt.

Der grafische Gegenüberstellung ( "HOURLY-CAP" = lichtblaue Linie) ist zu entnehmen, dass in einigen Momenten HOURLY der billigere Nachtstrom und in einigen Momenten SPA ist. Für HOURLY zählt nur der erzielte durchschnittliche Preis, und wenn die Stundentarife in einem Kalendermonat im Allgemeinen sehr gering sind (z.B. wenn es ein windgeschüttelter Kalendermonat ist), dann ist HOURLY billiger.

Im Umkehrschluss werden Sie bei HOURLY-CAP zu allgemein höheren Preisen pro Stunde nach oben abgesicherungs. Mit einem jährlichen Verbrauch von 6000 Kilowattstunden würde man mit HOURLY-CAP rund 51 Nachtstrom im Verhältnis zu CAP (oder YEARLY) einsparen. Woher bekomme ich Stunden- oder Stundenaufsätze? Die stündlichen, stufenlosen Vergütungen sind immer dann verfügbar, wenn intelligente Zähler verfügbar sind.

Bereits sehr viele Kilometer haben die Netzbetriebe Oberösterreich und Stromnetz bereits umgebaut, und viele werden zur Zeit noch umgebaut. Und dann haben Sie sicherlich auch einen fernlesbaren intelligenten Messgerät. Wer nicht darauf wartet, dass sein örtlicher Netzwerkbetreiber einen intelligenten Stromzähler für ihn einsetzt, hat seit Ende 2017 die Option eines intelligenten Stromzählers opt-in.

Innerhalb eines halben Jahrs muss der intelligente Stromzähler dann kostenfrei eingebaut werden. Aber die Story ist noch nicht ganz vorbei, denn es gibt auch die Netzgebühren! In welchen Fällen wird in den Netzgebühren auch Nachtstrom angeboten? Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Nachtstrom für Netzentgelte: Einerseits gibt es die Messgeräte, die während des Tages abgebrochen werden, z.B. für Warmwasserbereiter oder Nachtspeicheröfen.

Sie haben einen "Tariftimer" und werden nur in der Nacht durch den Netzwerkbetreiber aktiviert. So hat man hier wenig Einfluß darauf, ob in der Nacht viel konsumiert wird oder nicht, aber der Nachtkonsum wird buchstäblich aufrechterhalten. Schon allein die Unterbrechbarkeit des Zählers führt zu einem besseren Arbeitsaufwand für die Netzgebühren.

Inwieweit sich solche "Nachtstromzähler" auszahlen, wird unter anderem in diesem zugehörigen Weblogartikel thematisiert. Es wird besonders spannend, wenn Sie einen Nachtmesser haben, der auch ein intelligenter Multimeter ist. Damit können nicht nur die vorteilhaften Arbeitsbedingungen für die Energienutzung genutzt werden, sondern auch die vorteilhaften Nachtstrompreise für Strom mit HOURLY, und der interruptfähige Stromzähler sorgt zugleich für die Abschaltautomatik in den kostspieligen Zeiträumen.

Andererseits gibt es auch in Bezug auf die Netznutzungsgebühr Differenzen zwischen Tag- und Nachtgebühren, und zwar ungeachtet dessen, ob der Netzanbieter auf das Netz umgestellt hat oder nicht. In Tirol, Graz und der Stmk. gibt es (nicht ausschließlich) Haushaltsstromzähler, die "Doppeltarifzähler" mit zwei Schaltern sind, einen für die Nacht (22-6 Uhr, Niedrigtarif = NT) und einen für den Tag (6-22 Uhr, Hochtarif (HT)).

Auch für Tag und Nachts gibt es verschiedene Preise - und das auch für die "unterbrechbaren" Elektrizitätszähler für Elektrokessel, Wärmepumpen und dergleichen: Ob Ihr Meter zwei Schalter hat, entnehmen Sie bitte der Jahresrechnung. Werden in den Zählerstandsdaten (HT/NT) zwei Messwerte für einen Zeitraum angezeigt, kann Ihr Ableser den Tages- und Nachtverbrauch getrennt eintragen.

Allerdings haben Sie nur dann einen abweichenden Netzwerktarif für Tag und Nach, wenn Sie in eine der oben genannten Klassen eingestuft werden (in einigen anderen Ländern gibt es auch Messgeräte mit zwei Schaltern, aber die Netzwerktarife sind für Tag und Nacht gleich). Diese kann dann auch anhand der Einzelleitungen auf Ihrer Elektrizitätsrechnung (unter Netzgebühren, in der Rubrik Preis) überprüft werden.

Auch wenn Sie also noch nicht STUNDE verwenden können, sollten Sie sich überlegen, ob Ihr Netzwerkbetreiber einen Nachttarif bereitstellt. Wenn ja, beträgt das Einsparpotenzial in der Dunkelheit sicherlich mehr als 1 ct/kWh (exkl. Mehrwertsteuer). Bei einer PV-Anlage, die dazu neigt, tagsüber (!) Elektrizität zu erzeugen, ist die Verschiebung in die Dunkelheit durch HOURLY oder die Netzgebühren mit Bedacht zu betrachten.

Bei Verfügbarkeit von Solarerträgen ist es oft sinnvoller, so viel wie möglich in die Mittagszeit zu verlagern, damit weniger Elektrizität aus dem Stromnetz entnommen wird und Netzgebühren (und Abgaben) eingespart werden. Wenn in den Wintern, wenn der solare Ertrag niedriger ist und der Nutzen von Nachtpreisen (zu STUNDEN) höher ist, müssen Sie sich genau ansehen, was sich mehr anrichtet.

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