Stromzähler Fernabfrage: Fernabfrage des Stromzählers

Die Telekom baut für RWE intelligenten Stromzähler ein

Auf dem Gebiet des Energiemanagements arbeitet der in Essen ansässige RWE mit der Telekom zusammen. Im Zuge des Projektes „Mühlheim Counts“ wird die Telekom bis Mitte des Jahres 15.000 intelligenter Stromzähler und die notwendigen Kommunikationskästen für die Fernabfrage in Mühlheim an der Bochumer Stadt einrichten. Dabei erfassen die so genannten Intelligenzzähler die Zählerdaten der Messgeräte und übermitteln die Messwerte geschützt in verschlüsselter Form an RWE.

Mülheim Counts “ ist das bisher grösste Smart Meter-Project in Deutschland. Das bedeutet, dass die City nahezu überall mit Smart Meters ausstattet wird. Die Verwendung von Smart Meter ist der erste Weg zu einem ganzheitlichen Elektromanagement. Mit der frühzeitigen Bereitstellung von Daten im Elektrizitätsnetz können Netzwerkbetreiber ihre Anlagen auch unter immer anspruchsvolleren Rahmenbedingungen sicher bedienen und Stromverbraucher können ihr Verbrauchsverhalten auf der Grundlage der aktuellen Strombeschaffungsdaten besser an diese Anforderungen ausrichten.

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Das, was der intelligenten Stromzähler preisgeben darf

„Verbrauchsdaten, die von Smart Metern aus privaten Haushalten erhoben werden, sind in der Regel persönliche aussagekräftig. „â??Der Spruch steht in einem Appell der unabhÃ?ngigen Landeszentrale fÃ?r Datensicherheit Schleswig-Holstein (ULD) Ã?ber die so genannten â??Intelligente StromzÃ? An diesen Spruch sollten sich alle erinnern, die ein Wohnhaus errichten oder ihre elektrische Anlage erneuern, denn ab dem kommenden Jahr werden intelligente Zähler vom Gesetzgeber verlang.

Diese sollen dazu beitragen, den Energieverbrauch präziser zu kalkulieren und so Strom zu sparen. Außerdem sollen sie den Energieverbrauch senken. Es ist jedoch aus technischer Sicht möglich, „Informationen über die personellen und materiellen Lebensbedingungen der Nutzer“, wie es das ULD bezeichnet, aufgrund ihrer Angaben zu erhalten. Das heißt, der Stromversorger lernt, was die Anwohner wann ein- und abschalten, wie viele Menschen in der Ferienwohnung wohnen und was sie dort tun.

Grundsätzlich stehen Smart Meters daher in mehrfacher Hinsicht im Widerspruch zum BDSG, da sie es den Stromverbrauchern ermöglichen, sie unbemerkt auszuspionieren. Der EnBW-Konzern Yello Stream zum Beispiel liesst die Zahlen alle 15 Min., um „Lastprofile“ zu erzeugen und zu wissen, wann viel und wann ein wenig Elektrizität in das Stromnetz eingespeist werden muss.

Ein Standardabruf alle 15 Min. würde gegen das Prinzip der Datenökonomie und -vermeidung sowie gegen 3a BDSG verstossen. Aus technischer Sicht wäre auch eine sekundenschnelle Lagerung kein Nachteil. Yello wirbt auch mit dem Motto „Dein Elektrizität wird sichtbar“. Es stimmt, dass die zweitgenauen Angaben nicht an Yello zu übermitteln sind und ausschließlich beim Auftraggeber verbleiben.

Sobald jedoch einmal Informationen verfügbar sind, besteht ein hohes Risiko, dass sie früher oder später verwendet werden. Wenn der Verbraucher z. B. nur zwischen einem Morgen-, einem Nachmittags- und einem Nachtstundensatz auswählen kann, um Kosten zu senken, muss der eigentliche Bedarf nicht alle 15 Min. errechnet werden. Die Abfrage der Messdaten sollte dann nur noch einmal pro Zeitintervall erfolgen.

Außerdem beschwert sich der Bericht über die Möglichkeit einer Fernabfrage ohne Eingreifen des Auftraggebers. Nach dem BDSG müssen persönliche Angaben „grundsätzlich von der betroffene Person erhoben werden“. Die Fernabfrage ist daher „datenschutzrechtlich unzulässig“.

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